SKIN SCAN (2016)

ca 2500 Selfies

Papierdruck an die Wand gekleistert

Wandfarbe RAL Pastell blau

320 cm x 180 cm

 

Mit der Handykamera werden eigene Haut und Haare abfotografiert. Die rund 2500 entstandenen Handy close ups werden direkt an die Wand zu einem überdimensionalen Selbstportrait zusammen collagiert. Das Selbstportrait oszilliert zwischen Nähe und kühler Oberflächenästhetik hin und her, da es zum Einen die Haut mit ihren Poren, Schüppchen und Falten fokussiert und zum anderen in seiner bruchartigen Zusammensetzung nicht zu einer homogenen Gestalt zusammenwächst. Der Einfluss von Massenmedien und Multimedia lösen eine Krise des Subjekts aus und verschaffen uns einen zersplitternden Eindruck in das Zeitgeschehen. Die Reize schreiben sich bruchartig in unseren Körper ein und bilden das fragmentierte Subjekt. An Stelle von authentischen Gefühlen treten augenblickhafte "frei im Raum flottierende" Emotionen, die von einer merkwürdigen Euphorie überlagert werden. Die Arbeit spiegelt eine Momentaufnahme des Körpers in seiner Umgebung wider, kann in jedem Moment zerspringen und sich jenseits des Bildausschnittes in tausend Stücke zerteilen.

 

About 2500 close-up selfies, enlarged 20 times, collaged into a colossal self-portrait, partly on computer, partly straight onto the image carrier or the wall. The body oscillates between proximity and cool surface aesthetics, swings back and forth between high speed and stagnation, euphoria and self-dismemberment. The result is a fluctuating body concept that does not predefine any clear boundaries between inner n outer regions.

Mass media trigger a crisis of the subject, inducing a merely fragmented insight into current events. The stimuli inscribe themselves instantaneously into our body, representing the fragmented subject. The work reflects a snapshot of the body in its environment; it may burst at any moment shattering into thousands of pieces beyond the image detail.